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Estrich im Altbau: leicht, eben und tragfähig

Im Altbau tragen alte Decken oft wenig, die Böden sind uneben und es fehlt Aufbauhöhe. Mit Leichtestrich gleichen wir Unebenheiten und Leitungen aus, ohne die Decke stark zu belasten. Darauf folgen Trittschalldämmung und der neue Estrich.

Estrich im Altbau auf einen Blick

Empfohlen
Leichtestrich als Ausgleich
Gewicht
ca. 150 bis 1.200 kg/m³
Gleicht aus
Unebenheiten und Leitungen
Darüber
Trittschalldämmung und Estrich
Vorher klären
Tragfähigkeit der Decke

Erst ausgleichen, dann Estrich

In der Animation: eine durchgebogene Holzbalkendecke, neue Leitungen, der Ausgleich mit Leichtestrich und darauf Trittschalldämmung und Estrich. Wählen Sie einen Schritt, um direkt dorthin zu springen.

  1. Über Jahrzehnte hat sich die Decke durchgebogen, der Boden ist uneben. Im Video ist das überhöht dargestellt. Wie viel die Decke tragen kann, klärt im Zweifel ein Statiker.

Was den Altbau besonders macht

Ein Altbau hat seine eigenen Regeln. Alte Decken sind oft nicht für schwere Aufbauten ausgelegt, besonders Holzbalkendecken. Die Böden sind über Jahrzehnte uneben geworden, neue Leitungen sollen im Boden verschwinden, und an Türen und Treppen ist die Höhe begrenzt. Ein schwerer Zementestrich direkt auf der alten Decke ist deshalb oft keine gute Idee.

Der passende Aufbau: leicht ausgleichen, dann Estrich

Bewährt hat sich ein Aufbau in zwei Stufen:

  1. Leichtestrich als Ausgleich: Er enthält leichte Zuschläge wie gebundene EPS-Kugeln, Blähton oder Perlite und wiegt je nach Mischung nur etwa 150 bis 1.200 kg je Kubikmeter. Er gleicht Unebenheiten aus, bettet Leitungen ein und schafft eine ebene, feste Grundlage. Auf Holzbalkendecken kommt auch eine lose Perlite-Schüttung in Frage, die Höhen ausgleicht und zugleich dämmt.
  2. Trittschalldämmung und Estrich: Auf den Ausgleich kommt eine durchgehende Trittschalldämmung, darauf der eigentliche Estrich, der später den Belag trägt.

So bleibt der Aufbau leicht, die Leitungen liegen sicher im Ausgleich statt in der Trittschalldämmung, und der Schallschutz zur Wohnung darunter stimmt.

Holzbalkendecken

Auf Holzbalkendecken gilt besondere Sorgfalt. Vor dem Einbau sollte geklärt sein, wie viel die Decke tragen kann, im Zweifel durch einen Statiker. Eine Folie schützt das Holz vor dem Wasser aus dem frischen Estrich. Ob ein Estrich oder ein trockener Aufbau sinnvoller ist, entscheiden wir gemeinsam nach der Besichtigung.

Aufbauhöhe richtig planen

Im Altbau entscheidet oft jeder Zentimeter. Leichtestrich beginnt je nach Produkt bei etwa 30 mm, darüber kommen Dämmung und Estrich. Wir messen vor Ort, wie viel Höhe an Türen, Treppen und zu angrenzenden Räumen zur Verfügung steht, und planen den Aufbau so, dass die Übergänge passen.

Vor dem Estrich im Altbau

  • Alte Beläge und lose Schichten sind entfernt, der Untergrund ist frei. Diese Arbeiten übernimmt ein anderer Betrieb.
  • Die Tragfähigkeit der Decke ist geklärt.
  • Neue Leitungen für Wasser, Heizung und Strom sind verlegt.
  • Fenster sind eingebaut, damit der Estrich vor Frost und Zugluft geschützt trocknen kann.

Typische Fehler

  • Zu schwerer Aufbau: Ein dicker Zementestrich auf einer alten Decke kann sie überlasten.
  • Leitungen in der Trittschalldämmung: Sie bilden Schallbrücken, Schritte werden in der Wohnung darunter hörbar.
  • Holz ohne Feuchteschutz: Wasser aus dem Estrich zieht in die Balken.
  • Höhen nicht geplant: Türen klemmen, an Treppen und Übergängen entstehen Stufen.

Wovon die Kosten abhängen

Im Altbau bestimmen vor allem die Ausgleichshöhe, die Zahl der Leitungen und die Zugänglichkeit den Preis, etwa bei Arbeiten im Obergeschoss ohne Aufzug. Mehr dazu in unserem Artikel Wovon hängen die Kosten für Estrich ab?

Häufige Fragen: Estrich im Altbau

Welcher Estrich eignet sich für den Altbau?

Meist ein zweistufiger Aufbau: Leichtestrich gleicht Unebenheiten und Leitungen aus und bringt wenig Gewicht auf die Decke. Darauf kommen Trittschalldämmung und ein normaler Estrich, der den Belag trägt.

Wie schwer darf der neue Boden sein?

Das hängt von der Decke ab. Bei alten Decken, besonders Holzbalkendecken, sollte vorher ein Statiker die Tragfähigkeit prüfen. Leichtestrich hilft, das Gewicht des neuen Aufbaus gering zu halten.

Kann Estrich auf eine Holzbalkendecke?

Ja, wenn die Decke das Gewicht trägt und der Aufbau gegen Feuchtigkeit geschützt ist. Eine Folie verhindert, dass Wasser aus dem frischen Estrich ins Holz zieht. Ob ein Estrich oder ein trockener Aufbau sinnvoller ist, klären wir nach der Besichtigung.

Wie viel Aufbauhöhe brauche ich im Altbau?

Das hängt von Unebenheiten, Leitungen und Belag ab. Leichtestrich beginnt je nach Produkt bei etwa 30 mm, darüber kommen Dämmung und Estrich. Wir messen vor Ort, wie viel Höhe an Türen und Treppen zur Verfügung steht.

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