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Fußbodenheizung nachrüsten: der neue Heizestrich im Bestand

Wer im Bestand eine Fußbodenheizung nachrüsten will, braucht einen neuen Bodenaufbau. Ist der alte Estrich entfernt und der Rohboden frei, bauen wir Dämmung und Heizestrich neu ein, abgestimmt mit dem Heizungsbau. Entscheidend sind Aufbauhöhe, Türen und Zeitplan.

Fußbodenheizung nachrüsten auf einen Blick

Voraussetzung
Rohboden frei, alter Estrich entfernt
Aufbau
Dämmung, Heizrohre, Heizestrich
Über den Rohren
ab 45 mm (Festigkeitsklasse F4)
Aufbauhöhe
meist 10 cm und mehr
Bei Zeitdruck
als Schnellestrich möglich

So wird die Fußbodenheizung nachgerüstet

In der Animation: vom freien Rohboden über Dämmung, Heizrohre und Heizestrich bis zum ersten Aufheizen. Wählen Sie einen Schritt, um direkt dorthin zu springen.

  1. Der alte Estrich hat weder Heizrohre noch die passende Dämmung. Ein anderer Betrieb entfernt ihn, bis der Rohboden frei ist. Danach kommen wir.

Warum ein neuer Bodenaufbau nötig ist

Bei einer klassischen Fußbodenheizung liegen die Heizrohre im Estrich, darunter eine Dämmung, die die Wärme nach oben lenkt. Ein vorhandener alter Estrich hat beides nicht. Deshalb wird er für eine Fußbodenheizung in der Regel komplett ersetzt: Der alte Estrich kommt heraus, darauf entsteht ein neuer Aufbau aus Dämmung, Heizrohren und Heizestrich.

Das Herausnehmen des alten Estrichs übernimmt ein anderer Betrieb. Wir kommen, wenn der Rohboden frei ist, und bauen den neuen Aufbau ein. Systeme, die in einen vorhandenen Estrich eingefräst werden, gehören nicht zu unseren Leistungen.

Der passende Aufbau

  1. Wärmedämmung: Sie sorgt dafür, dass die Wärme nach oben in den Raum geht und nicht in die Decke. Über unbeheizten Räumen und auf Bodenplatten braucht es mehr Dämmung als zwischen zwei beheizten Geschossen.
  2. Systemplatte mit Heizrohren: verlegt vom Heizungsbau, mit Druckprüfung vor dem Estrich.
  3. Heizestrich: mindestens 45 mm über den Rohren bei der üblichen Festigkeitsklasse F4. Er umschließt die Rohre, speichert die Wärme und gibt sie gleichmäßig ab.

Ist die Rohdecke uneben oder liegen Leitungen darauf, gleichen wir das vorher mit einem Leichtestrich oder einer Ausgleichsschicht aus.

Aufbauhöhe: der wichtigste Punkt im Bestand

Mit Dämmung, Heizrohren und Estrich kommen meist 10 cm und mehr zusammen. Ob das passt, hängt davon ab, wie hoch der alte Aufbau war. Wir messen vorher genau, wie viel Höhe an Türen, Treppen und Übergängen zur Verfügung steht, und stimmen Dämmstärke und Estrichdicke darauf ab.

Ablauf und Zeitplan

  • Vorher: alter Estrich entfernt, Heizungsbau plant Heizkreise und Verteiler.
  • Wir: Dämmung und Randdämmstreifen, danach verlegt der Heizungsbau die Rohre, dann bauen wir den Heizestrich mit einem Fugenplan passend zu den Heizkreisen ein.
  • Danach: Der Heizungsbau übernimmt das Funktionsheizen, bei Zementestrich frühestens nach 21 Tagen, und das Belegreifheizen.
  • Zum Schluss: CM-Messung und Belag durch den Bodenleger.

Im bewohnten Haus zählt jede Woche. Mit einem Schnellestrich ist der Boden deutlich früher belegreif. Mehr zum richtigen Aufheizen lesen Sie in unserem Artikel Heizestrich richtig aufheizen.

Fußbodenheizung und Wärmepumpe

Eine Fußbodenheizung gibt die Wärme über eine große Fläche ab und kommt deshalb mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus. Genau dabei arbeitet eine Wärmepumpe besonders effizient. Wer im Bestand auf eine Wärmepumpe umsteigt, plant die Fußbodenheizung deshalb oft gleich mit. Die Auslegung übernimmt der Heizungsbau.

Typische Fehler

  • Zu wenig Dämmung unter den Rohren: Ein Teil der Wärme heizt die Decke statt den Raum.
  • Zu dünner Estrich über den Rohren: Er reißt, die Wärme verteilt sich ungleichmäßig.
  • Kein Fugenplan: Ohne Fugen zwischen den Heizkreisen entstehen Risse.
  • Zu früh oder ohne Protokoll aufgeheizt: Risse im Estrich, Streit über die Ursache.
  • Höhen nicht geplant: Türen müssen gekürzt werden, an Treppen entstehen Stufen.

Wovon die Kosten abhängen

Den Preis bestimmen vor allem Fläche, Dämmstärke, Estrichart und ob ein Ausgleich nötig ist. Schnellestrich kostet mehr, spart aber Wochen. Mehr dazu in unserem Artikel Wovon hängen die Kosten für Estrich ab?

Häufige Fragen: Fußbodenheizung nachrüsten

Muss der alte Estrich für eine Fußbodenheizung raus?

Für einen neuen Heizestrich ja, denn die Rohre liegen im Estrich und darunter braucht es eine Dämmung. Das Herausnehmen übernimmt ein anderer Betrieb. Wir kommen, wenn der Rohboden frei ist, und bauen den neuen Aufbau ein.

Wie hoch wird der neue Bodenaufbau?

Mit Dämmung, Heizrohren und mindestens 45 mm Estrich über den Rohren kommen meist 10 cm und mehr zusammen, je nach Dämmstärke und Belag. Wir messen vorher, wie viel Höhe an Türen, Treppen und Übergängen zur Verfügung steht.

Wann kann der Bodenbelag auf die neue Fußbodenheizung?

Bei Zementestrich beginnt das Funktionsheizen frühestens nach 21 Tagen. Danach wird bis zur Belegreife geheizt, bis die CM-Messung grünes Licht gibt. Mit Schnellestrich geht es deutlich schneller, das lohnt sich besonders im bewohnten Haus.

Passt eine Fußbodenheizung zur Wärmepumpe?

Ja, sehr gut. Eine Fußbodenheizung kommt wegen ihrer großen Fläche mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus, und genau dabei arbeitet eine Wärmepumpe besonders effizient. Die Auslegung übernimmt der Heizungsbau.

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