Alte Holzbalkendecken tragen kein schweres Estrichpaket, und Leitungen auf der Rohdecke brauchen eine ebene Abdeckung. Leichtestrich löst beides mit wenig Gewicht.
L-CT
Leichtestrich im Überblick
Wenig Gewicht für Holzbalkendecken, Altbausanierung und den Ausgleich von Leitungen.
Leichtestrich enthält leichte Zuschläge wie EPS-Kugeln, Blähton oder Perlite und wiegt nur einen Bruchteil von normalem Estrich. Er gleicht Unebenheiten aus und überdeckt Rohre und Kabel, damit darüber ein ebener Aufbau entsteht. Bei der Altbausanierung schont er alte Decken, die kein schweres Estrichpaket tragen.
Altbausanierung und Holzbalkendecken
Dachgeschosse mit begrenzter Traglast
Ausgleich über Rohren und Kabeln
Höhenausgleich unter der Dämmung
Zusätzliche Wärmedämmung
Gut zu wissen
Leichtestrich ist meist eine Ausgleichsschicht. Darüber folgen Dämmung und Estrich oder ein Trockenestrich.
Wählen Sie eine Schicht, um zu sehen, wo sie liegt und wer sie einbaut.
Die sichtbare Oberfläche des Raums. Sie nimmt Schritte, Möbel und Abrieb im Alltag auf. Hier in Holzoptik angedeutet.
Wird erst verlegt, wenn die CM-Messung die Belegreife des Estrichs bestätigt.
Beläge werden im Laufe der Jahre erneuert, der Estrich darunter bleibt.
Dämpft den Gehschall im Raum und gleicht kleinste Unebenheiten unter dem Belag aus.
Gehört zum Belag und wird mit ihm zusammen verlegt.
Ersetzt nicht die Trittschalldämmung unter dem Estrich, die schützt die Wohnung darunter.
Verteilt alle Lasten gleichmäßig auf die Dämmung und bildet die ebene, tragfähige Grundlage für den Belag.
Auf Dämmung bei Wohnlasten mindestens 45 mm dick.
Begehbar nach ca. 2 bis 3 Tagen, belegreif meist nach 6 bis 8 Wochen.
Verträgt Feuchtigkeit, deshalb auch für Bad und Keller geeignet.
Trennt den frischen Estrich von der Dämmung, damit weder Wasser noch Mörtel in die Fugen der Platten läuft.
Die Bahnen überlappen an den Stößen um mindestens 8 cm.
Ohne Folie würde eingelaufener Mörtel Schallbrücken zur Decke bilden.
Entkoppelt den Estrich von der Decke, damit Schritte in der Wohnung darunter nicht zu hören sind.
Weiche Dämmplatten, die unter Last leicht nachgeben.
Verbessert den Trittschall um ca. 25 bis 34 dB.
Liegt oben, wenn die Wärmedämmung darunter Leitungen ausgleicht.
Gleicht Höhen aus und bettet Leitungen ein, ohne die Decke stark zu belasten.
Wiegt dank EPS-Zuschlag nur einen Bruchteil von normalem Estrich.
Ideal für die Altbausanierung und Holzbalkendecken.
Ist eine Ausgleichsschicht, darüber folgen Dämmung und Estrich.
Trennt den Estrich von Wänden und Stützen. So kann er sich bewegen, ohne zu reißen, und es entstehen keine Schallbrücken.
Läuft an allen Wänden, Stützen und Rohrdurchführungen entlang.
Die Folienlasche liegt auf der Dämmung und dichtet den Übergang ab.
Der Überstand wird erst nach dem Verlegen des Belags abgeschnitten.
Leicht, aber tragfähig
Leichtestrich enthält statt schwerem Sand leichte Zuschläge wie EPS-Kugeln, Blähton oder Perlite. Dadurch wiegt er nur einen Bruchteil von normalem Estrich, je nach Mischung etwa 150 bis 1.200 kg je Kubikmeter. Er gleicht Unebenheiten aus, bettet Leitungen ein und schafft eine ebene, feste Grundlage für den weiteren Bodenaufbau.
Leichtestrich in der Altbausanierung
Viele ältere Häuser im Ruhrgebiet haben Holzbalkendecken. Sie tragen oft kein schweres Estrichpaket, sind über die Jahre durchgebogen oder haben unebene Dielen. Leichtestrich gleicht diese Höhenunterschiede aus, ohne die Decke stark zu belasten. Darauf bauen wir Dämmung und Estrich auf, sodass auch im Altbau ein ebener, fester Boden entsteht.
Wie viel Last eine Decke insgesamt tragen darf, sollte vor der Sanierung geklärt sein, im Zweifel mit einem Statiker. Wir richten den Aufbau danach aus und wählen eine Mischung mit passendem Gewicht.
Ausgleich über Leitungen
Im Neubau liegen auf der Rohdecke oft Heizungsrohre, Wasserleitungen und Kabel. Dämmplatten können darauf nicht hohlraumfrei liegen. Ein Leichtausgleich bettet die Leitungen ein und schafft eine ebene Fläche, auf der Dämmung und Estrich vollflächig aufliegen. Das verhindert Hohlstellen und spätere Risse.
Gebunden oder lose: Leichtestrich und Perlite-Schüttung
Perlite ist aufgeblähtes Vulkangestein, mineralisch, sehr leicht und nicht brennbar. Wir setzen es auf zwei Arten ein. Mit Zement gebunden ist Perlite ein Zuschlag im Leichtestrich, der nach dem Abbinden eine feste Schicht bildet. Als lose Schüttung gleicht Perlite Höhen aus, etwa zwischen und auf den Balken alter Holzbalkendecken, und dämmt dabei Wärme und Schall. Die Schüttung wird verdichtet, abgezogen und anschließend abgedeckt. Mehr dazu unter Dämmung.
Perlite aus aufgeblähtem Vulkangestein: mineralisch, leicht und nicht brennbar. Lose als Ausgleichs- und Dämmschüttung, gebunden als Zuschlag im Leichtestrich.
Was darauf folgt
Leichtestrich ist in der Regel eine Ausgleichsschicht und kein fertiger Untergrund für den Belag. Darüber folgen Dämmung und ein lastverteilender Estrich, zum Beispiel ein Zementestrich, oder ein Trockenestrich. Erst darauf wird der Belag verlegt. Begehbar ist Leichtestrich meist nach ein bis zwei Tagen. Wann die nächste Schicht folgen darf, hängt von Produkt und Dicke ab.
Damit das alte Haus noch lange trägt
Eine Sanierung ist die Chance, einem alten Haus einen Boden für die nächsten Jahrzehnte zu geben. Mit Leichtestrich entsteht ein ebener, solider Aufbau, ohne die alte Konstruktion zu überfordern. So bleibt das Haus, was es ist, und bekommt trotzdem ein neues Fundament unter den Füßen.
Ja, dafür ist er gemacht. Er wiegt nur einen Bruchteil von normalem Estrich. Wie viel Last die Decke insgesamt tragen darf, sollte vorher geklärt sein, im Zweifel mit einem Statiker.
Kann man Fliesen direkt auf Leichtestrich verlegen?
In der Regel nicht. Leichtestrich ist meist eine Ausgleichsschicht. Darüber folgen Dämmung und Estrich oder ein Trockenestrich, und erst darauf der Belag.
Wie lange muss Leichtestrich trocknen?
Begehbar ist er meist nach 1 bis 2 Tagen. Wann die nächste Schicht folgen darf, hängt von Produkt und Dicke ab. Wir planen die Abfolge so, dass keine Feuchtigkeit im Aufbau eingeschlossen wird.