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Leichtestrich für Altbausanierung und Ausgleich

Alte Holzbalkendecken tragen kein schweres Estrichpaket, und Leitungen auf der Rohdecke brauchen eine ebene Abdeckung. Leichtestrich löst beides mit wenig Gewicht.

Leichtestrich im Überblick

Wenig Gewicht für Holzbalkendecken, Altbausanierung und den Ausgleich von Leitungen.

Leichtestrich enthält leichte Zuschläge wie EPS-Kugeln, Blähton oder Perlite und wiegt nur einen Bruchteil von normalem Estrich. Er gleicht Unebenheiten aus und überdeckt Rohre und Kabel, damit darüber ein ebener Aufbau entsteht. Bei der Altbausanierung schont er alte Decken, die kein schweres Estrichpaket tragen.

  • Altbausanierung und Holzbalkendecken
  • Dachgeschosse mit begrenzter Traglast
  • Ausgleich über Rohren und Kabeln
  • Höhenausgleich unter der Dämmung
  • Zusätzliche Wärmedämmung

Gut zu wissen Leichtestrich ist meist eine Ausgleichsschicht. Darüber folgen Dämmung und Estrich oder ein Trockenestrich.

Kennwerte

Leichtausgleich
Dicke
meist ab ca. 30 mm, je nach Produkt
Rohdichte
ca. 150 bis 1.200 kg/m³
Begehbar nach
ca. 1 bis 2 Tagen
Belag direkt
nein, Aufbau folgt
Fußbodenheizung
nicht direkt
Feuchträume
unter Abdichtung

So ist ein Boden mit Leichtestrich aufgebaut

Wählen Sie eine Schicht, um zu sehen, wo sie liegt und wer sie einbaut.

Leicht, aber tragfähig

Leichtestrich enthält statt schwerem Sand leichte Zuschläge wie EPS-Kugeln, Blähton oder Perlite. Dadurch wiegt er nur einen Bruchteil von normalem Estrich, je nach Mischung etwa 150 bis 1.200 kg je Kubikmeter. Er gleicht Unebenheiten aus, bettet Leitungen ein und schafft eine ebene, feste Grundlage für den weiteren Bodenaufbau.

Leichtestrich in der Altbausanierung

Viele ältere Häuser im Ruhrgebiet haben Holzbalkendecken. Sie tragen oft kein schweres Estrichpaket, sind über die Jahre durchgebogen oder haben unebene Dielen. Leichtestrich gleicht diese Höhenunterschiede aus, ohne die Decke stark zu belasten. Darauf bauen wir Dämmung und Estrich auf, sodass auch im Altbau ein ebener, fester Boden entsteht.

Wie viel Last eine Decke insgesamt tragen darf, sollte vor der Sanierung geklärt sein, im Zweifel mit einem Statiker. Wir richten den Aufbau danach aus und wählen eine Mischung mit passendem Gewicht.

Ausgleich über Leitungen

Im Neubau liegen auf der Rohdecke oft Heizungsrohre, Wasserleitungen und Kabel. Dämmplatten können darauf nicht hohlraumfrei liegen. Ein Leichtausgleich bettet die Leitungen ein und schafft eine ebene Fläche, auf der Dämmung und Estrich vollflächig aufliegen. Das verhindert Hohlstellen und spätere Risse.

Gebunden oder lose: Leichtestrich und Perlite-Schüttung

Perlite ist aufgeblähtes Vulkangestein, mineralisch, sehr leicht und nicht brennbar. Wir setzen es auf zwei Arten ein. Mit Zement gebunden ist Perlite ein Zuschlag im Leichtestrich, der nach dem Abbinden eine feste Schicht bildet. Als lose Schüttung gleicht Perlite Höhen aus, etwa zwischen und auf den Balken alter Holzbalkendecken, und dämmt dabei Wärme und Schall. Die Schüttung wird verdichtet, abgezogen und anschließend abgedeckt. Mehr dazu unter Dämmung.

Nahaufnahme heller, poröser Perlite-Körnung für Ausgleichsschüttung und Leichtestrich
Perlite aus aufgeblähtem Vulkangestein: mineralisch, leicht und nicht brennbar. Lose als Ausgleichs- und Dämmschüttung, gebunden als Zuschlag im Leichtestrich.

Was darauf folgt

Leichtestrich ist in der Regel eine Ausgleichsschicht und kein fertiger Untergrund für den Belag. Darüber folgen Dämmung und ein lastverteilender Estrich, zum Beispiel ein Zementestrich, oder ein Trockenestrich. Erst darauf wird der Belag verlegt. Begehbar ist Leichtestrich meist nach ein bis zwei Tagen. Wann die nächste Schicht folgen darf, hängt von Produkt und Dicke ab.

Damit das alte Haus noch lange trägt

Eine Sanierung ist die Chance, einem alten Haus einen Boden für die nächsten Jahrzehnte zu geben. Mit Leichtestrich entsteht ein ebener, solider Aufbau, ohne die alte Konstruktion zu überfordern. So bleibt das Haus, was es ist, und bekommt trotzdem ein neues Fundament unter den Füßen.

Häufige Fragen zum Leichtestrich

Mehr im Wissensbereich
Kann Leichtestrich auf eine Holzbalkendecke?

Ja, dafür ist er gemacht. Er wiegt nur einen Bruchteil von normalem Estrich. Wie viel Last die Decke insgesamt tragen darf, sollte vorher geklärt sein, im Zweifel mit einem Statiker.

Kann man Fliesen direkt auf Leichtestrich verlegen?

In der Regel nicht. Leichtestrich ist meist eine Ausgleichsschicht. Darüber folgen Dämmung und Estrich oder ein Trockenestrich, und erst darauf der Belag.

Wie lange muss Leichtestrich trocknen?

Begehbar ist er meist nach 1 bis 2 Tagen. Wann die nächste Schicht folgen darf, hängt von Produkt und Dicke ab. Wir planen die Abfolge so, dass keine Feuchtigkeit im Aufbau eingeschlossen wird.

Leichtestrich in Herten und Umgebung

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